Wilkommen im Alumnileben !

Der Ehemaligenverein freut sich, Sabine von Oppeln nun richtig in den Kreis der Alumni aufnehmen zu können.

Zwar war die Pionierin der deutsch-französischen Hochschulkooperation schon längst Mitglied beim AGKV.

Doch erst jetzt, zum Sommersemester 2017, endet ihre Zeit des Studiums, der Forschung und der Lehre an der Universität.

„Gemeinsam für Europa und gegen Populismus: Frankreich und Deutschland im Wahljahr 2017“

Ganz, wie wir sie kennen und schätzen, organisierte sie zu diesem Anlass nicht irgendein Get-Together, sondern eine mit der Präsidentin der Humboldt-Viadrina Governance Platform und Professorin für Politikwissenschaft, Gesine Schwan, und dem französischen Botschafter in Deutschland, Philippe Étienne, hochkarätig besetzte Veranstaltung zum Thema „Gemeinsam für Europa und gegen Populismus: Frankreich und Deutschland im Wahljahr 2017“. Feierlich und würdevoll eingerahmt wurde die Veranstaltung durch Dankesreden seitens des Präsidiums der Freien Universität Berlin, der Leitung des Otto-Suhr- Instituts, der VertreterInnen von Sciences Po und HEC sowie der Vorsitzenden des AGKV.

Darüber hinaus waren viele langjährige KollegInnen sowie ehemalige und aktuelle Studierende gekommen, sodass der Hörsaal im Henri-Ford- Bau bis zur letzten Bank gefüllt war.

„Spannende Diskussion für viele Seminare, die ich jetzt nicht mehr mache!“

Dass der Vergleich Frankreichs und Deutschlands weiterhin spannend ist, wurde gleich zu Beginn der Diskussion klar: Philippe Étienne und Gesine Schwan analysierten die sozio-ökonomischen, psychologischen und regionalen Faktoren in Deutschland und Frankreich, um den unterschiedlichen Erfolg des Rechtspopulismus in beiden Ländern zu erklären. Hierbei wurde deutlich, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt, gegenseitiges Vertrauen und ein offener Dialog sind. Herrn Étienne und Frau Schwan mangelte es nicht an Ideen für die kon-struktive Weiterentwicklung der Europäischen Union: So sehen sie Wachstumspotenzial für ein sozialeres Europa sowie für ein Europa, das vermehrt auf kommunale Mitbestimmung und subsidiäre Ansätze baut. An letzter Stelle wurde die Diskussion noch einmal kontrovers: Wie transparent und zugänglich sind die Entscheidungsprozesse in der EU? Hat die euro-päische Kohäsionspolitik dazu beigetragen, die Ungleichheit innerhalb der Gesellschaften abzubauen oder hat sie diese sogar befeuert? Auch die Fragen des Publikums warfen viele spannende Themen auf („Braucht es eine VI. République?“).

Dem AGKV bleibt nur zu sagen: Liebe Sabine, nochmals willkommen bei den Alumni! Tausend Dank für Deinen Einsatz! Du hast uns mit deinem Engagement Möglichkeiten im Leben eröffnet, uns in den vielen Seminaren und Sprechstunden zum Weiterdenken und Weiterstudieren angeregt. Wir freuen uns daher sehr, Dich zum Ehrenmitglied zu haben!!

Maximilian Ramezani, Jakob Weißinger

veröffentlicht am 7. April 2017