Bericht zum Jour fixe mit Marie Boyette

Wie funktioniert eigentlich Energiewende? Nicht nur Politiker und manch interessierten Bürger treibt diese Frage um, auch Firmen, Verbände und Hochschulen suchen nach Antworten. Damit diese voneinander lernen und Erfahrungen teilen können, haben die Regierungen von Deutschland und Frankreich schon 2006 das Deutsch-französische Büro für die Energiewende (DFBFE, heutiger Name) gegründet. Die dort bearbeiteten Themen wurden über die Jahre immer vielfältiger und umfassen heute die erneuerbaren Energiequellen sowie deren Markt- und Systemintegration, Energiespeicher, Versorgungs-sicherheit, Sektorkopplung und erneuerbare Wärme, Energieeffizienz und Mobilität.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Vereins ist seine Binationalität – anders als andere Plattformen auf dem Gebiet versucht der Verein Wissen und Erfahrungen grenzüberschreitend zu teilen und dadurch einen besonderen Mehrwert zu bieten.

Eine der etwa 20 Angestellten ist Marie Boyette, Absolventin des Doppelmasterstudiengangs Politikwissenschaften an der Sciences Po Paris und FU Berlin. In gemütlichter Atmosphäre berichtete sie uns über ihre abwechslungsreiche Arbeit. Da ist zum einen die Sacharbeit der Informationsrecherche und -Bereitstellung in ihrem Fachgebiet Stromnetze und Energiemarktmodelle, zum anderen ist sie aktiv im Austausch mit den Vereinsmitgliedern. Ihr Team hier in Berlin besteht aus aktuell 20 KollegInnen, die ganz unterschiedliche Studienhintergründe haben. Während etwa die eine Hälfte in Frankreich aufgewachsen ist, stammt die andere Hälfte aus Deutschland, sodass der grenzüberschreitende Ansatz auch im Alltag gelebt wird.

Wichtig ist noch zu betonen, dass der Verein zwar von den beiden Regierungen gegründet und mitfinanziert wird, in seiner Arbeit aber unpolitisch ist – Ziel ist die neutrale Bewertung und Vermittlung von Technologien und Erfahrungen.